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TIERE, PFLANZEN,
BIOTOPE KENNEN UND BESTIMMEN LERNEN: DAS BIOWATCHING
Die
Natur erleben, so nennen es die Naturschützer. Gemeint sind damit
naturkundliche Exkursionen. Ein Tourismus also, der nicht nur die
historischen Aspekte wie Kirchen, Monumente, Gemäldegalerien etc.
beachtenswert findet, sondern vor allem das, was man in Wald, Wiese,
Fluß, Bach, Meer, auf Felsen vorfindet: Bäume, Blumen, Insekten,
Gestein, Vögel und Säugetiere. Ein Biotop hängt von seinen verschiedenen
Lebewesen ab, und umgekehrt: Das gewährleistet biologische Vielfalt.
Das Beobachten der Artenvielfalt in einem Lebensraum ist nicht einfach
ein Hobby, eine Erweiterung des Birdwatching auf das, was um uns
herum lebt. Das Biowatching
ist das Beobachten des Formenreichtums der Lebewesen und für viele
mehr als eine Leidenschaft. Das Naturerbe, im Vergleich zu Kunst-
und Kulturgut zu lange unterbewertet, erhält endlich den richtigen
Stellenwert. Was man kennengelernt hat, möchte man anderen nahebringen,
damit sie es schätzenlernen.
Man
beginnt mit dem Birdwatching,
dem Beobachten der Vögel in freier Natur, dann beobachtet man auch
Tiere, Pflanzen.
Dann erstreckt man sein Interesse auf die Biologie, auf die Artenvielfalt
eines Lebensraums. Es gibt Naturkundler, die alle Lebewesen auf
einem Quadratmeter mit dem lateinischen Namen benennen können. Und
es können sehr viele sein, die auf kleinstem Raume zusammenleben:
Pflanzen, Insekten, Säugetiere (Spuren), Blumen und Gräser. Die
Erde wird nicht nur von uns bewohnt. Die Augen trainieren und bestimmen!
Hier liegt das Geheimnis begraben: Man muß das Bestimmen lernen.
Auf der Insel Elba trifft man überall auf erlebenswerte Natur.
Wie lernt man es also? Es gibt Grundregeln für eine Exkursion in
die Natur. Zuallererst das Material.
Das Fernglas
Auf einer Exkursion lassen sich die Vögel am leichtesten entdecken.
Das Beobachten der Vögel in freier Natur ist von daher der erste
Schritt auf dem Wege des Biowatching. Zuerst entdeckt man den Vogel
mit dem bloßen Auge, dann versucht man unter Beobachtung des Verhaltens
die Vogelart zu bestimmen. Genau das Gegenteil passiert im Zoo.
Das Tier lebt in Gefangenschaft, im Käfig, man steht genau davor.
Beim Birdwatching beobachtet man den frei lebenden Vogel. Auch wenn
er mit bloßem Auge weit weg erscheint, kann man ihn mit dem Fernglas
nah heranholen. Das Fernglas ist das wichtigste Instrument auf einer
Exkursion in die Natur. Für Anfänger reicht ein leichtes Modell
mit nicht allzu starker Vergrößerung. Wichtig ist die Helligkeit.
Geeignet ist z.B. die Vergrößerung 8x30 (erste Zahl Vergrößerung,
zweite Zahl Helligkeit).
Bestimmungsbücher
Sie sind wichtig, um nachzuprüfen, was man sieht. Selbstverständlich
sollte es sich um ein kleines, leichtes Buch handeln, wenn man in
Wald und Flur unterwegs ist. Die dickeren und ausführlicheren Bücher
eignen sich zum Nachschlagen zu Hause.
Der Notizblock
Man sollte sich daran gewöhnen, das Gesehene zu notieren. Es dient
dazu, besondere Merkmale in Erinnerung zu behalten, um Arten oder
Lebensräume zu bestimmen. Man lernt, die Dinge besser zu beschreiben.
Außerdem leistet man einen Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung.
Beobachtungen von Hobbynaturkundlern haben schon oft geholfen, neue
Arten in Gebieten festzustellen, in denen die Art bisher nicht angetroffen
wurde.
Die Karten des Gebiets
Ist man auf Exkursion in einem noch nicht bekannten Gebiet, sollte
man eine Karte
der Umgebung mit sich führen. Man kann die eingezeichneten Wege
bewandern und sieht das Gebiet in einem morfologischen Kontext.
Die bewanderten Gebiete lassen sich auf der Karte als bereits besichtigt
kennzeichnen.
Geeignete Kleidung, bequeme Schuhe, Regenjacke, Wasser und Essen.
Für einen Ausflug in die Natur braucht man sich nicht besonders
zu "verkleiden". Die Kleidung sollte nur bequem, widerstandsfähig
und nicht allzu bunt sein. In guten Wanderschuhen ermüden die Füße
nicht so schnell. Im Rucksack sollte sich eine Regenjacke, Trinkwasser
und Essen befinden.
Der Exkursionsleiter (nur am Anfang)
Bei den ersten Malen sollte man in Begleitung eines Exkursionsleiters
unterwegs sein, der einem gute Tips geben kann: Wie man sich in
der Natur verhält, wie das Fernglas zu halten ist, wie sich Tierspuren
bestimmen lassen, wie man in einem Bestimmungsbuch "liest", wie
man sich in der Welt der Insekten zurecht findet, etc.
Obwohl theoretische Ratschläge nützlich sind,
gibt es nur eine einzige Methode, die Natur kennenzulernen. Erfahrung!
Nehmen Sie so oft wie möglich an geführten Exkursionen teil! Beobachten
Sie und bestimmen Sie! Es wird Ihnen Spaß machen. Biowatching auf
Elba, entdecken Sie das Leben in den vielen verschiedenen Lebensräumen
der Insel.
Eintauchen in
die Natur von Elba
Das Boutique Hotel Ilio vom Capo S. Andrea lädt zum "Bio
Watching" ein, um die verschiedenen Lebensformen, welche die
immergrünen Wälder im Nationalpark des Toskanischen Archipels
bevölkern, kennen zu lernen. Eine neue Form des Ökotourismus,
der Klein und Groß begeistern wird
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